Offen für alle – eine Abendführung in der UB Basel

Wer in aktuellen bibliothekarischen Fachzeitschriften blättert, merkt schnell: Bücher sind nicht mehr das alles beherrschende Thema. Schwerpunkte wie Digitalisierung, Big Data, Informationskompetenz, Forschungsunterstützung, Lernlandschaften oder Wissensmanagement, um nur einige davon zu nennen, nehmen in den Journalen einen mindestens ebenbürtigen Platz ein. Was es mit all diesen Themen nun auf sich hat, was nun eine Bibliothek im 21. Jahrhundert alles macht, welche Schätze die UB in ihren Magazinen aufbewahrt und welche zahlreichen Dienstleistungen hier im Haus für alle Nutzerinnen und Nutzern angeboten werden, präsentieren Dr. Lorenz Heiligensetzer und Dominik Graf in der Abendführung am 20. März, um 18.00 Uhr. Und eines darf im Voraus schon verraten werden: Die UB hält einige Überraschungen bereit, die selbst regelmässige UB-Nutzerinnen und Nutzern kaum kennen dürften!

Digitalisierung
Digitalisierung ist ein wichtiges Feld in modernen wissenschaftlichen Bibliotheken

Die UB Basel darf auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken, die wohl mit der Gründung der Universität Basel anno 1460 begann. Schriftlich nachgewiesen wird die UB elf Jahre später, also 1471. Im Laufe ihres Bestehens fanden bedeutende Sammlungen den Weg in die hiesigen Magazine. Von Weltruhm sind die Werke des Humanisten Erasmus von Rotterdam; die Stadtbeschreibung von Felix Platter sowie die Autobiographie seines Vaters Thomas gelten als wichtige Zeugnisse des 16. und 17. Jahrhunderts! Spannende Bildersammlungen und Nachlässe werden ebenfalls in den hiesigen Magazinen neben berühmten Atlanten und historischen Karten aufbewahrt.

Sonneninstrument
Ausschnitt aus dem sogenannten „Sonneninstrument“ des Sebastian Münster, Sign. UBH Km XI 13:3 Tafel.

Spannende Quellen sind nicht nur in den Magazinen, vieles ist digital aufbereitet und kann bequem von zu Hause angesehen oder gar selber transkribiert werden (e-rara.ch, e-manuscripta, e-codices). Überhaupt ist die Digitalisierung ein gewichtiges Thema in der modernen Welt der Bibliotheken – dies betrifft nicht nur Sammlungen, sondern auch die aktuelle Datenproduktion der Forscherinnen und Forschern. Denn Daten, die neben der eigentlichen Publikation entstehen, müssen gemäss SNF ebenfalls archiviert und nutzbar sein! Klar, dass hier die Bibliothek gefordert ist. Moderne Suchmaschinen sollen schliesslich Licht ins Dunkle des Datendschungels bringen und auch hier bietet die UB Hilfe an, denn eine gute Literaturrecherche will gelernt sein!

Wie auch immer sich die Bibliotheken entwickeln, Ziel bleibt die Versorgung der Nutzerinnen und Nutzern mit aktuellen, relevanten und fundierten Informationen sowie die Konservierung und Erschliessung ihrer vielfältigen Bestände für die Nachwelt.

Führung: 20. März, 18:00 Uhr; UB Hauptbibliothek, Eingangshalle

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