Der Index typographorum editorumque Basiliensium (ITB)

Er ist seit knapp fünf Jahren Online und laufend am Wachsen: Der Index typographorum editorumque Basiliensium (ITB) der Universitätsbibliothek Basel. Doch was verbirgt sich hinter dieser Bezeichnung? Im Prinzip ist der ITB die elektronische Variante des Basler Buchdrucker- und Verlegerkatalogs (BBK), den es bereits seit mehreren Jahrzehnten gibt und der nun in dieser Form weitergeführt wird. Der BBK dokumentiert die Produktion sämtlicher bekannter Drucker und Verleger, die zwischen den Anfängen der Drucktätigkeit in Basel (zirka 1468) und dem Jahr 1900 in Basel oder von Basel aus tätig waren, ist also eine umfassende Bibliographie des Basler Buchdrucks.

Der ITB nun ist die Rechercheoberfläche für die im Online-Katalog IDS Basel Bern erfasste Bibliographie. Die Bibliographie enthält die gesamte Basler Druck- und Verlagsproduktion, vorerst bis zum Jahr 1830. Dies unabhängig davon, ob sich ein Werk im Besitz der UB Basel befindet oder nicht. Es gibt für jeden Drucker und Verleger bzw. die Offizinen (Druckerwerkstätten) eine eigene Seite, von der aus die Katalogeinträge über einen Link aufgerufen werden können. Ein weiterer Link auf jeder Seite führt zu den auf der UB Basel vorhandenen Drucken (inklusive Mehrfachexemplare) aller Basler Offizinen. In vielen Fällen beinhalten die Katalogaufnahmen zudem weitere Links, die zu Digitalisaten von eigenen oder fremden Exemplaren des entsprechenden Druckes führen.

Die Bibliographie befindet sich noch im Aufbau. Aktuell sind alle bis dato bekannten in Basel gedruckten und/oder verlegten Werke des 15. und 16. Jahrhunderts im Katalog verzeichnet. Die Bearbeitung des 17. Jahrhunderts ist ebenfalls praktisch abgeschlossen, die des 18. ist im Gange und wird in den nächsten drei bis vier Jahren beendet sein. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Bibliographie bis 1830 erweitert werden. (Eine Erweiterung in die nachfolgenden Jahre des 19. Jahrhundert ist angedacht.)

Der ITB ist aber mehr als eine reine Bibliographie. Er liefert nämlich in knapper Form eine Fülle von weiteren Informationen zu den einzelnen Offizinen und zu den beteiligten Personen, wie Biographien bzw. «Firmengeschichte», Standort der Offizin, Druckermarken, Porträts, Quellen, Sekundärliteratur. Dieser Ausbau ist ebenfalls im Gange und erfolgt über einen längeren Zeitraum.

Die Druckermarke der Druckerei Froben.

Für wen ist der Index typographorum editorumque Basiliensium von Nutzen? Er wendet sich vor allem an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit der Geschichte des Buchdrucks/Buchwesens beschäftigen, aber durchaus auch an Studierende sowie andere an der Thematik interessierte Personen.

HIER geht’s zum ITB!

hans-peter.frey@unibas.ch

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