Bewegte Bilder der Vergangenheit: Basel in der Schweizer Filmwochenschau

Aus der Basler Bibliographie. Europa in den späten dreissiger Jahren, am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Noch schweigen die Waffen, doch längst wird mittels Flugblätter, Zeitungen, Bücher um die Vorherrschaft in Europa gerungen. Neben den klassischen Medien findet auch ein neues Format immer grösseren Zuspruch: der Film. Insbesondere Nazideutschland wirbt mit diesem neusten Massenmedium. Um sich vor fremdem Einfluss zu schützen, wurde vom Bund im Zuge der geistigen Landesverteidigung eine «Schweizer Filmwochenschau» gefordert und produziert. Ab April 1940 ist die Ausstrahlung dieser maximal zehnminütigen Beiträge in den Kinosälen vor dem eigentlichen Hauptfilm sogar gesetzlich verordnet. Im Fokus steht die kulturelle Abgrenzung von Nazideutschland über die Beschwörung von Schweizer Mythen und Geschichten. Ausgestrahlt wurde die Schweizer Filmwochenschau sogar bis in die 70iger Jahre und obwohl der neue ideologische Feind im Zuge des Kalten Krieges der Kommunismus war, veränderten sich die Inhalte der Schweizer Wochenschau nur geringfügig.

Die Rolle der Stadt Basel ist eine besondere in der Schweizer Filmwochenschau. Dies unter anderem wegen ihrer exponierten Lange am Dreiländereck, als Grenzstadt zu Frankreich und Deutschland. Wie Basel in der Schweizer Filmwochenschau inszeniert wurde und wie audiovisuelle Medien als historische Quellen zu interpretieren sind, darüber diskutieren kommenden Mittwoch am Themenabend der UB Basel Cécile Vilas (Direktorin Memoriav) und Dr. Noah Regenass (UB Basel). Moderiert wird der Themenabend von Dr. David Tréfàs (UB Basel).

Wer bereits vorher an der Schweizer Filmwochenschau interessiert ist, kann die Beiträge auf Memobase, der Plattform von Memoriav, ansehen. Natürlich ist auch auf der Seite der UB als Kantonsbibliothek ein Link auf Memobase aufgeschaltet und bereits thematisch zur Region Basel gefiltert.

noah.regenass@unibas.ch

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