Ystiige Library Platform: Schweizer Bibliotheken vernetzen sich

Die UB Basel nimmt den Zug Richtung schweizweite Bibliotheksplattform. «Ystiige Library Platform» war daher letztes Jahr von vielen Mitarbeitenden das Motto der UB Basel. Der Ylp zwischen Bücherregalen - der Elefant als Maskottchen steht stellvertretend für das Grossprojekt  Die wissenschaftlichen Schweizer Bibliotheken arbeiten schon seit Jahrzehnten eng zusammen. Der aus Sicht vieler Kunden offensichtliche aber …

Über Nahinfrarot-Spektrometrie, Tintenfrass und Elefantenköpfe

Von Tamara Hügli und Julia Nastke. In der Bestandserhaltung der Universitätsbibliothek Basel beschäftigen sich momentan drei Papierrestauratorinnen im Rahmen eines Entwicklungsprojektes mit dem Schadensbild des sogenannten Tintenfrasses (siehe auch Tintenfrassprojekt). Als Tintenfrass bezeichnet man den beschleunigten Abbau des Schriftträgers (vor allem Papier) durch eine unausgewogene Eisengallustinte. Abb. 1: Nachlass der Familie Bernoulli, Sign. L la …

Dufry und Corona

Dokumentensammlung Dufry bzw. Weitnauer Group(Signatur: SWA H + I Ba 731) Der Markenname Corona stand bis vor kurzem für qualitativ hochwerte Produkte. Man erinnert sich an das Corona-Bier und vielleicht noch an den Toyota Corona. Weitnauer Corona Kürzlich wurde dem Schweizerischen Wirtschaftsarchiv eine Zigarrenschachtel geschenkt. Was hat es nun mit der Zigarrenmarke Weitnauer Corona auf …

Die BVB wird 125 Jahre!

Die BVB (für alle "Nicht-Bebbis": BVB = Basler Verkehrs-Betriebe) feiert ihr sage und schreibe 125-jähriges Bestehen. Eine stolze Zahl! Und man muss es auch gleich vorwegnehmen: Basel ohne «Trämmli» und grüne Busse ist schlichtweg unvorstellbar, wozu selbstverständlich auch das schrille Trillern der Trämmliglocke, das Knarren der Tramgelenke in den engen Gassen der Altstadt oder das …

Basler Geschichte(n)

Aus der Basler Bibliographie. "Sag' mir Papa! Wozu dient eigentlich Geschichte?" Mit dieser Frage beginnt eines der wohl besten Bücher zur Bedeutung der Geschichtsforschung und zum Beruf des Historikers, geschrieben von Marc Bloch. Ohne Blochs Antworten auf diese wichtige Frage hier zu verraten, ist es unbestritten, dass die Beschäftigung mit der Geschichte eine ungemein wichtige …

Physical Distancing-Koller kein neues Phänomen

In Urban Mosers Katalog der Basler Kartäuserbibliothek aus dem Jahr 1515 findet sich auf Folio 150 recto derTitel «Aliqua consolatoria pro eo cui gravis est solitudo in ordine», also «Einiges Tröstliche für jemanden, dem das Alleinsein im [Kartäuser-]Orden schwerfällt». Offenbar hatten die Menschen schon im 16. Jahrhundert damit zu kämpfen, wenn sie ihre sozialen Kontakte …

Basel – Ein Zentrum der Kartographie um das Jahr 1530

Aus der Basler Bibliographie. Auffahrt steht vor der Tür! Die Sonne lockt die Menschen hinaus und trotzdem ist die Welt durch die Corona-Krise kleiner geworden. Um das Fernweh zu bekämpfen, könnte man sich die Welt in die eigenen vier Wände holen. Wie das geht? Dank der Plattform e-rara.ch sind riesige Mengen an historischen Karten online …

Manuskripte, gecovert

Was das Getty Museum in Los Angeles kann, das können wir auch! Die Idee ist einfach: In Zeiten des Zu-Hause-Bleibens werden mit Alltagsgegenständen und etwas Fantasie Kunstwerke nachgestellt. Und Kunstwerke aus vielen Jahrhunderten lagern auch im Handschriftenmagazin der UB Basel in grosser Zahl: Wunderbar illuminierte Liturgica, Musikhandschriften mit Neumen- und Hufnagelnotation, Wappenbücher, Astronomische Darstellungen von …

Ausstellungsobjekte aus dem Bestand der UB: zu Zeiten von COVID-19 und überhaupt

Dass der historische Bestand der UB nicht nur von dezidiert interessierten Forscherinnen und Forschern im stillen Kämmerlein des Sonderlesesaals konsultiert wird, wird häufig gar nicht so wahrgenommen. Dabei stellt die UB regelmässig Exponate für Ausstellungen an anderen Institutionen in Basel, in der Schweiz und sogar weltweit zur Verfügung. Allein im letzten Jahr wurden insgesamt 90 …

Wieso wir offene Bibliotheken so vermissen (oder der Ort unbegrenzter Möglichkeiten)

Man hat es noch nie erlebt, eine solche Quarantäne, inklusive Schliessung von Geschäften, Kaffees, Universitäten, usw. Selbstverständlich sind auch die Bibliotheken zu, was überaus schmerzhaft, aber leider unumgänglich ist. Das Verlangen der Nutzerinnen und Nutzer, die Lesesäle und Magazine wieder zu betreten, ist in den verwaisten Räumen beinahe greifbar und die Vorfreude auf eine volle …