3 Minuten Telefongespräch nach USA kosten 165 Franken

Telefongebühren bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Leistungsverbesserung, Rentabilität und angemessenen Preisen. Der Aufbau des Telefonnetzes kostete viel Geld. Immer wieder musste investiert werden, um das Netz störungsfreier und leistungsfähiger zu machen. Telefongebühren sorgten schon früh für Diskussionen. 1909 diskutierte das Parlament eine Erhöhung der Telefongebühren. Oder in der Publikation «Unser Telephon» von 1939 rechtfertigte die …

Es ist vollbracht – Sprengs Allgemeines deutsches Glossarium ist nach 250 Jahren gedruckt!

Das Editionsprojekt um den Germanisten Heinrich Löffler hat erreicht, was Johann Jakob Spreng (1699-1768) zeitlebens verwehrt blieb – das gewaltige, in der Basler Universitätsbibliothek liegende Wörterbuch-Manuskript aus der Mitte des 18. Jahrhunderts zur Presse zu bringen. Der Basler Schwabe Verlag hat das Werk in sieben Bänden gedruckt; der letzte Schritt des Editionsprojekts steht jedoch noch …

Nutzen und Risiken der kommerziellen und wissenschaftlichen Datennutzung

Weltweit nutzen Personen jeden Alters, aus allen sozialen Schichten auf intensive Weise die vielfältigen und attraktiven Dienstleistungen der modernen digitalen Welt. Die elektronischen Daten, die Nutzende dabei hinterlassen, sind sowohl für kommerzielle als auch für wissenschaftliche Zwecke sehr begehrt. Weder in dem einen noch in dem anderen Bereich ist jedoch die Sammlung und Nutzung solcher …

«Ohne Dante sind wir alle nichts!» Zum 700. Todestag von Dante Alighieri.

Portät des Dante Alighieri, gestochen von Philippe Galle, aus der UB Porträtsammlung. Heute, am 14. September 2021, jährt sich der Todestag des grossen italienischen Dichters Dante Alighieri zum 700. Mal. Alleine dies ist Anlass genug, um einige Zeilen über den Verbannten, den Weltenreiser, den Politiker und Literaten Dante zu verlieren. Doch es gibt einen weiteren …

Der Basler Edelstein.

Neuigkeiten zur frisch restaurierten Handschrift der Universitätsbibliothek Basel AN III 17. Fabeln sind den meisten unter uns von Kindesbeinen an vertraut, denn sie gehören seit jeher zu den tradierten Erzählformen der Literatur. Seit der Antike sind sie immer wieder in Sammlungen neu zusammengestellt, bearbeitet und übersetzt worden. Eine solche Fabelsammlung schuf auch der Berner Dominikaner …

Bilder-Verwandlungsbücher – Stiefkinder der Buchforschung

Sie sind ein Rarissima erster Güte und bei Buch- und Manuskriptexperten so gut wie unbekannt. Weltweit sind nur drei handgemalte Exemplare vor 1750 nachweisbar. Und sie gehören wahrscheinlich zu den skurrilsten und unbekanntesten Buchformen [1]. Die Rede ist von sogenannten Bilder-Verwandlungsbüchern, die im deutschen Sprachraum auch als Gauckel-Buch, Magisches Buch, Vexierbuch, Wunderbuch oder Zauber-Bilderbuch bezeichnet …

Eintauchen in die Gedankengänge eines Kunsthistorikers: Die Notizhefte Heinrich Wölfflins

Die Universitätsbibliothek Basel beherbergt den wissenschaftlichen Nachlass des Schweizer Kunsthistorikers Heinrich Wölfflin (1864–1945). Viele Archivalien dieses umfangreichen Nachlasses werden im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds und der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte geförderten Editionsprojektes «Heinrich Wölfflin – Gesammelte Werke» erstmals erforscht, transkribiert und sowohl in gedruckter wie auch in digitaler Form publiziert. Abb. 1: …

Die erste Basler Kantonsgeschichte

Wir erleben gerade online, wie eine neue Stadtgeschichte entsteht, die von der ersten keltischen Besiedlung am Rheinknie bis in unsere Zeit führen soll (hier gehts zur Basler Stadtgeschichte: https://www.stadtgeschichtebasel.ch). Eine solche Gesamtdarstellung hat vor zweihundert Jahren als Erster Peter Ochs-Vischer (1752-1821) versucht. Er war nicht nur Historiker, er war vor allem ein bedeutender Basler Politiker …

Vom Ausschneiden und Kleben zum digitalen Weben. Zur Entwicklung in der Zeitungsausschnittsammlung des SWA

Handarbeit in der Sammlung Tageszeitungen und Regionalzeitungen liegen ausgebreitet auf dem Tisch, mit Farbstiften sind einige Artikel markiert und die Schere liegt bereit. Von Hand wird jeder markierte Artikel ausgeschnitten und fein säuberlich auf ein Blatt geklebt. Über Nacht trocknet der Leim und am Folgetag legt der Lektor die gesammelten Artikel ins Dossier ab. Es …