Der Weg des Löwen – oder wie der Briefbeschwerer von Jacob Grimm auf die UB Basel kam

In einer Bibliothek wie der UB Basel, die seit 1460 existiert, haben sich mancherlei Dinge angesammelt. Gemeinhin denkt man dabei erst einmal an die breite Büchersammlung im Freihandmagazin, an die exquisite Handschriftenkollektion oder an die berühmten Inkunabeln hier im Haus. Viele dieser Bücher haben abenteuerliche Reise hinter sich, bis sie schliesslich an der UB Basel …

Der nachdenkliche Seidenhändler: Einige Worte zur Digitalisierung von Archivalien

Es gab eine Zeit, da war Basel ein Zentrum der Textilindustrie. Handel und Herstellung von Textilien waren spätestens ab 1700 und bis 1930 eine wichtige Stütze der Basler Wirtschaft. Die Basler Textilfirmen waren häufig in mehreren Zweigen tätig: Einkauf, Verkauf, Produktion und Bankwesen; Baumwolle und Seide; Tücher und Bänder; Tätigkeiten vor Ort in Basel und …

D'Fasnacht stoot vor dr Düür

Aus der Basler Bibliographie. Die Basler Fasnacht beginnt in wenigen Tagen - aus manchen Gassen hört man des Abends die Cliquen beim Üben, diverse Vorfasnachtsveranstaltungen sind bereits wieder passé. Während sich Basel seiner grossen Fasnachtstradition (zu Recht) rühmt, wird seit einigen Jahren landauf landab Fasnacht gefeiert. Für protestantische Orte ist dies ein neues Phänomen, da …

Fasnachtszeedel von 1926

Fasnachts-Zeedel sind in den Beständen des Schweizerischen Wirtschaftsarchivs nur in Ausnahmefällen überliefert – zum Beispiel diese Sammlung von 1926. Dabei geben diese Dokumente interessante Einblicke in die Ereignisse und Entwicklungen des vorangegangenen Jahres. Auch soziale und wirtschaftliche Themen werden behandelt. Im leschte Johr isch viel passiertVom Afang bis ans Aend,Und vieli hän sich au blamiert,E …

Fundstücke aus der Katalogisierung: Wasserzeichen

Beim Katalogisieren von Handschriften liegt das Augenmerk hauptsächlich auf dem Inhalt; der Beschreibstoff ist meist sekundär. Bisweilen birgt aber auch das Material spannende Überraschungen – so zum Beispiel bei der Handschrift mit der Signatur A VI 12. Der Papiercodex aus dem dritten Viertel des 15. Jahrhunderts enthält theologische Quaestiones und Disputationes (wissenschaftliche Abhandlungen und öffentlich …

Zum 150. Todestag von Wilhelm Wackernagel: Die UB digitalisiert Teile seiner Nachlassbibliothek

Am 21. Dezember jährt sich der Todestag des bedeutenden Philologen und Kulturhistorikers Wilhelm Wackernagel (1806-1869), vgl. uni news vom 20. Dezember 2019. Wackernagel war mit der UB als Geschenkgeber, als Benutzer und Erforscher ihrer Bestände sowie als Mitglied der Bibliothekskommission eng verbunden. Nach seinem Tode schenkte die Familie der UB seine rund 2800 Bände umfassende …

"Foto Hoffmann" – eine Basler Fotografendynastie wird in einer Publikation gewürdigt.

Aus der Basler Bibliographie. "Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut" - so charakterisierte der Kult-Fotograf Henri Bresson eine gute Aufnahme. Nimmt man den jüngst erschienen Bildband "Foto Hoffmann" in die Hand, wird schnell klar, dass hier beinahe jedes abgedruckte Bild zum Verweilen einlädt. Wie Fotos eine vergangene …

Digitalisierung Basler Talmud Teil 3: Die Bestandeserhaltung

Wie kommen Bücher eigentlich auf Plattformen wie e-rara für alle zugänglich ins Netz? Der Weg vom Buch zum Digitalisat läuft über verschiedene Stationen. In einer losen Blog-Serie sollen diese Stationen anhand der Digitalisierung des Basler Talmuds – einem der Schätze der UB Basel – dargestellt werden. In den ersten Beiträgen ging es um die Frage, …

Digitalisierung Basler Talmud Teil 2: Was macht den Basler Talmud besonders?

Welche Stationen durchlaufen Bücher, bis Sie auf Plattformen wie e-rara für alle zugänglich im Netz publiziert werden? So die Ausgangsfrage einer mehrteiligen Serie auf unserem UB Blog am Beispiel des sogenannten "Basler Talmud". Hier nun der zweite Teil! Ausgangslage: Die Lage auf dem hebräischen Büchermarkt war durch die Verhältnisse in Italien bestimmt. In Italien waren …

Reisen anno 1838 oder wie die UB im ersten kommerziellen Reiseführer erwähnt wird!

Im 19. Jahrhundert wurde «das Reisen» nicht erfunden. Menschen bereisten schon immer spezifische Orte und Regionen der Welt – Herodot beschrieb Asien, Pilger wanderten und wandern noch immer nach Compostela, Adlige bereisten ab dem ausgehenden 16. Jahrhundert Italien auf ihrer Grand Tour. Und um ein Bonmot des Historikers Attilio Brilli zu nehmen, war «das Reisen» …