Rosa Lachenmeier: Das Künstlerbuch „Serendipity“. Von Raumbezügen und den Fügungen des Zufalls

Ein Gastbeitrag von Viola Hildebrand-Schat zum Künstlerbuch Serendipity der Basler Künstlerin Rosa Lachenmeier, Sign. UBH AN I 937 Rosa Lachenmeier: Serendipity, 2022. Unikat Nr. 6/66, Universitätsbibliothek Basel (Sign. UBH AN I 937) „Serendipity“ ist eine in den Wissenschaften gerne verwendete Bezeichnung für gleichsam nebenbei gemachte Erkenntnisse, vor allem aber der Titel der jüngst fertig gestellten …

Es ist vollbracht – Sprengs Allgemeines deutsches Glossarium ist nach 250 Jahren gedruckt!

Das Editionsprojekt um den Germanisten Heinrich Löffler hat erreicht, was Johann Jakob Spreng (1699-1768) zeitlebens verwehrt blieb – das gewaltige, in der Basler Universitätsbibliothek liegende Wörterbuch-Manuskript aus der Mitte des 18. Jahrhunderts zur Presse zu bringen. Der Basler Schwabe Verlag hat das Werk in sieben Bänden gedruckt; der letzte Schritt des Editionsprojekts steht jedoch noch …

Ein Überraschungsfund im Nachlass des Turnpioniers Adolf Spiess (1810–1858)

Schmetterlinge waren nicht seine grosse Leidenschaft. Zumindest ist das in der einschlägigen Literatur und in seinem Nachlass, der in der Universitätsbibliothek Basel liegt, nicht bezeugt. Aber der 1810 im hessischen Lauterbach geborene Adolf Spiess begeisterte sich seit Kindestagen für den Turnsport. Bereits während seiner Studienzeit in Halle und Giessen Ende der 1820er-Jahre versuchte er, das …

Der Basler Edelstein.

Neuigkeiten zur frisch restaurierten Handschrift der Universitätsbibliothek Basel AN III 17. Fabeln sind den meisten unter uns von Kindesbeinen an vertraut, denn sie gehören seit jeher zu den tradierten Erzählformen der Literatur. Seit der Antike sind sie immer wieder in Sammlungen neu zusammengestellt, bearbeitet und übersetzt worden. Eine solche Fabelsammlung schuf auch der Berner Dominikaner …

Bilder-Verwandlungsbücher – Stiefkinder der Buchforschung

Sie sind ein Rarissima erster Güte und bei Buch- und Manuskriptexperten so gut wie unbekannt. Weltweit sind nur drei handgemalte Exemplare vor 1750 nachweisbar. Und sie gehören wahrscheinlich zu den skurrilsten und unbekanntesten Buchformen [1]. Die Rede ist von sogenannten Bilder-Verwandlungsbüchern, die im deutschen Sprachraum auch als Gauckel-Buch, Magisches Buch, Vexierbuch, Wunderbuch oder Zauber-Bilderbuch bezeichnet …

Mit Heidi, Moni und Toni im Buchstabenwald

Illustrationen von Martha Pfannenschmid zu Geschichten von Johanna Spyri. Ein Gastbeitrag von Anna Lehninger, Kunsthistorikerin, Zürich Am 7. Juli 2021 jährt sich Johanna Spyris Todestag zum 120. Mal. Ein guter Anlass, sich mit dem Schaffen der berühmten Schweizer Autorin auch jenseits ihres Bestsellers Heidi zu befassen. Fast fünfzig Erzählungen hat Spyri vor und nach der …

Eintauchen in die Gedankengänge eines Kunsthistorikers: Die Notizhefte Heinrich Wölfflins

Die Universitätsbibliothek Basel beherbergt den wissenschaftlichen Nachlass des Schweizer Kunsthistorikers Heinrich Wölfflin (1864–1945). Viele Archivalien dieses umfangreichen Nachlasses werden im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds und der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte geförderten Editionsprojektes «Heinrich Wölfflin – Gesammelte Werke» erstmals erforscht, transkribiert und sowohl in gedruckter wie auch in digitaler Form publiziert. Abb. 1: …

Wissensorganisation im 16. Jahrhundert – oder wie der Student Haberstock seinem Kommilitonen Schliniger Bücher verspricht

Das Auffinden, Ausleihen und Konsultieren von Medien ist heute eine alltägliche Sache, über die wir uns kaum den Kopf zerbrechen. Mit einigen wenigen Mausklicks wird das Buch in Bibliothekskatalogen gefunden und angezeigt. Danach lässt sich der Titel entweder bequem downloaden-, oder er steht in den Magazinen parat. Noch vor wenigen Jahrzehnten galt es für die …

swisscollections.ch – der neue Katalog für Sonderbestände aus Schweizer Bibliotheken ist online.

Seien es mittelalterliche Handschriften, alte Karten unserer Region, Musiknoten aus der Renaissance, Inkunabeln mit schönen Illustrationen, elegante Stiche und schöne Porträts, oder Archivalien eines grossen Denkers – die Sonderbestände der hiesigen Bibliotheken strahlen eine magische Aura aus. So einzigartig und faszinierend historische Bestände sind, so viel Sorgfalt benötige diese in der Erschliessung und Präsentation. Um …