Der Basler Edelstein.

Neuigkeiten zur frisch restaurierten Handschrift der Universitätsbibliothek Basel AN III 17. Fabeln sind den meisten unter uns von Kindesbeinen an vertraut, denn sie gehören seit jeher zu den tradierten Erzählformen der Literatur. Seit der Antike sind sie immer wieder in Sammlungen neu zusammengestellt, bearbeitet und übersetzt worden. Eine solche Fabelsammlung schuf auch der Berner Dominikaner …

Bilder-Verwandlungsbücher – Stiefkinder der Buchforschung

Sie sind ein Rarissima erster Güte und bei Buch- und Manuskriptexperten so gut wie unbekannt. Weltweit sind nur drei handgemalte Exemplare vor 1750 nachweisbar. Und sie gehören wahrscheinlich zu den skurrilsten und unbekanntesten Buchformen [1]. Die Rede ist von sogenannten Bilder-Verwandlungsbüchern, die im deutschen Sprachraum auch als Gauckel-Buch, Magisches Buch, Vexierbuch, Wunderbuch oder Zauber-Bilderbuch bezeichnet …

Mit Heidi, Moni und Toni im Buchstabenwald

Illustrationen von Martha Pfannenschmid zu Geschichten von Johanna Spyri. Ein Gastbeitrag von Anna Lehninger, Kunsthistorikerin, Zürich Am 7. Juli 2021 jährt sich Johanna Spyris Todestag zum 120. Mal. Ein guter Anlass, sich mit dem Schaffen der berühmten Schweizer Autorin auch jenseits ihres Bestsellers Heidi zu befassen. Fast fünfzig Erzählungen hat Spyri vor und nach der …

Eintauchen in die Gedankengänge eines Kunsthistorikers: Die Notizhefte Heinrich Wölfflins

Die Universitätsbibliothek Basel beherbergt den wissenschaftlichen Nachlass des Schweizer Kunsthistorikers Heinrich Wölfflin (1864–1945). Viele Archivalien dieses umfangreichen Nachlasses werden im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds und der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte geförderten Editionsprojektes «Heinrich Wölfflin – Gesammelte Werke» erstmals erforscht, transkribiert und sowohl in gedruckter wie auch in digitaler Form publiziert. Abb. 1: …

Wissensorganisation im 16. Jahrhundert – oder wie der Student Haberstock seinem Kommilitonen Schliniger Bücher verspricht

Das Auffinden, Ausleihen und Konsultieren von Medien ist heute eine alltägliche Sache, über die wir uns kaum den Kopf zerbrechen. Mit einigen wenigen Mausklicks wird das Buch in Bibliothekskatalogen gefunden und angezeigt. Danach lässt sich der Titel entweder bequem downloaden-, oder er steht in den Magazinen parat. Noch vor wenigen Jahrzehnten galt es für die …

swisscollections.ch – der neue Katalog für Sonderbestände aus Schweizer Bibliotheken ist online.

Seien es mittelalterliche Handschriften, alte Karten unserer Region, Musiknoten aus der Renaissance, Inkunabeln mit schönen Illustrationen, elegante Stiche und schöne Porträts, oder Archivalien eines grossen Denkers – die Sonderbestände der hiesigen Bibliotheken strahlen eine magische Aura aus. So einzigartig und faszinierend historische Bestände sind, so viel Sorgfalt benötige diese in der Erschliessung und Präsentation. Um …

„The Sound of New York Bridges“ (Signatur UBH AN I 922), ein Künstlerbuch von Rosa Lachenmeier

Ein Gastbeitrag von Viola Hildebrand-Schat. Der Begriff „Künstlerbuch“ ist seit langem eingeführt. Er bezeichnet eine mit der Konzeptkunst der 1960er Jahre in den Fokus getretene Nutzung des Buches als künstlerischen Ausdrucksmediums. Die Art und Weise der Nutzung ist vielfältig und verhindert eine abschließende klare Eingrenzung der das Künstlerbuch charakterisierenden Merkmale. "The Sound of New York …

Die erste Basler Kantonsgeschichte

Wir erleben gerade online, wie eine neue Stadtgeschichte entsteht, die von der ersten keltischen Besiedlung am Rheinknie bis in unsere Zeit führen soll (hier gehts zur Basler Stadtgeschichte: https://www.stadtgeschichtebasel.ch). Eine solche Gesamtdarstellung hat vor zweihundert Jahren als Erster Peter Ochs-Vischer (1752-1821) versucht. Er war nicht nur Historiker, er war vor allem ein bedeutender Basler Politiker …

Die UB Blogserie zur Tonhalle am Petersplatz

Sequenz 3: Das Vesalianum oder die Anstalt für Anatomie und Physiologie der Universität Basel Abb. Titelblatt der Gedenkschrift zur Eröffnung des Vesalianum, 25. Mai 1885. Universitätsbibliothek Basel, ls 1465. Paul Reber-Burckhardt (18135-1908) ist heute vornehmlich als Architekt von Sakralbauten bekannt. In Basel und Umgebung gehen beispielsweise die katholische Marienkirche, der Ausbau der Synagoge, die reformierten …